RemensniderhausRemensniderhaus

Bundeswettbewerb vom BHU*:
Energie sparen in Baudenkmälern 2001

Innovative Technik und Ideen zur Reduzierung des Energieverbrauchs in historischer Bausubstanz

Frank Liedke 32052 Herford, Nordrhein-Westfalen

Angenehmes Raumklima in einem mittelalterlichen Fachwerkbau

Ein architektonisches Juwel ist das "Remensniderhaus" in der Brüderstraße in Herford. Das reich verzierte, dreigeschossige Giebelhaus wurde im Jahre 1561 erbaut und gilt als eines der hervorragendsten Baudenkmäler Ostwestfalens. Zwischen 1999 und 2001 erfolgte die grundlegende Sanierung des maroden Fachwerkbaus. Dabei legten Eigentümer und Architektin besonderen Wert auf die Erhaltung von möglichst viel Originalsubstanz, auf die Verwendung von authentischen Materialien sowie auf handwerkliche Arbeitstechniken.

Beim Fachwerk wurden alte Eichenhölzer eingesetzt. Die Ausfachungen an der Westfassade bestehen aus weich gebranntem Backstein in Kalkmörtelvermauerung als Sicht- bzw. Ziermauerwerk. Auf die Ausfachungen an der Südfassade wurde Außenputz aus Trassmörtel aufgebracht. Die Innenseiten der Außenwände bestehen aus einer Leichtlehmschale mit Holzleichtlehm als Hinterfüllung und Leichtbausteinen als zweite Dämmschicht. Der Wärmedurchgangskqeffizient der Außenwände beträgt 0,53 W (m2K). Die bleiverglasten barocken Blockrahmenfenster wurden aufgearbeitet. Sie erhielten von innen Vorfenster mit einer einfach beschichteten Energiesparverglasung. Die historischen Fenster aus dem 19. Jahrhundert wurden ebenfalls aufgearbeitet und als Kastenfenster mit einem K-Glas/ Energiesparglas versehen.

Architekturbüro:
Dipl.-Ing. Manuela Kramp, Lemgo

*Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU)
Bundesverband für Natur- und Denkmalschutz, Landschafts- und Brauchtumspflege

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