Uralt wie neu

(Quelle: Lippische Landeszeitung vom 30. April 2008)

FOTO: REINEKE

Lemgo (Rei). Nächste Woche wird die an alten Fassaden wahrlich nicht arme Mittelstraße um einen Hingucker reicher sein. Dann soll der frisch restaurierte Torhaus-Giebel von 1593 an den historischen Teil des Hertie-Warenhauses angebracht werden.

Seit September wird das rund sieben Meter hohe und fünf Meter breite Gebäudeteil in der Fachwerkstatt von Kramp & Kramp aufgearbeitet (die LZ berichtete). Laut Angaben von Zimmermeister und Restaurator Maik Ebert dürfte der über 400 Jahre alte Giebel mit seinen Schnitzereien und Inschrift en „sehr nahe“ an der Originalsubstanz liegen.

Nur bei der Farbgebung, die vom Verein Alt Lemgo rekonstruiert worden ist, mussten sich die Restauratoren an dem Zustand nach dem 2. Weltkrieg orientieren. Vorher war der Giebel lange Zeit verputzt gewesen, so dass die ursprünglichen Farben nicht mehr ermittelbar sind.

Laut Ebert hat Kramp & Kramp Leinölfarben für das alte Holz verwandt. Diese werden in der ersten Zeit auff ällig leuchten, später allerdings verblassen.

Das kunstvolle Gebäudeteil aus der Weserrenaissance wird in der kommenden Woche Stück für Stück angeliefert und fachmännisch von Hand am Haus montiert. Auft raggeber für die Restaurierung ist der Eigentümer der Immobilie, die Firma Dawnay Day Property (Düsseldorf). Unterstützt wird das Projekt aus Denkmalfördermitteln des Landes.