Restaurierung geht weiter - Arbeitskreis „Karl Junker"

(Quelle LZ April 2002)

Lemgo. Während der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises - Karl Junker" gab der Architekt Rainer Schwakenberg einen ausführlichen Bericht über die abgeschlossenen Dacharbeiten und die laufende Fenstersanierung durch eine Fachfirma aus Weimar.

Das Restauratorenteam der Firma Kramp arbeitet seit kurzem an der Fassade. Sie untersuchen die Schäden, befestigen lose Holzteile, ergänzen Fehlstellen und schließen offene Fugen im Gefach und zum Balkenwerk. Ziel dieser Maßnahme ist, so Karl-Heinz Richter vom Verein „Alt Lemgo", die Sanierung der Fassade. Darüber hinaus geht es darum, den Staubeintrag ins Innere zu verringern. Der Restaurator der Zentralen Restaurierungswerkstatt Gelsenkirchen erläuterte die teilweise sehr aufwendigen Arbeitsschritte an ausgesuchten Möbelbeispielen.

Sehr anschaulich verdeutlichte er die manchmal erschreckenden Schäden, die oft durch gedankenlose oder mutwillige Zerstörung durch Besucher verursacht wurden. Richter: „Die Beseitigung dieser Schäden erfordert viel Zeit und Fachkomptenz."

Zum Abschluss der Sitzung zeigte Herbert Bonney seinen selbst gedrehten Super-8-Film zum Thema „Karl Junker und das Junkerhaus". Der Film macht eindrucksvoll deutlich, dass bereits in den 70er Jahren eine beachtliche Aufbruchstimmung um das Erbe Junkers einsetzte. Von den zuständigen Stellen der Stadt, dem Verein Alt Lemgo, der Ausstellung in der Sparkasse und durch die wissenschaftlichen Arbeiten von Professor Salber aus Köln wurde die künstlerische Leistung Karl Junkers damals zum ersten Mal ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Die Vorführung dieser historischen Filmdokumente führte zu einer lebhaften Diskussion und zu weiteren Arbeitsaufträgen an den Arbeitskreis. Diese werden demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt.