Lemgos Torhausgiebel erstrahlt in frischem Glanz

(Quelle: Wochenschau insider vom 26. Juni 2008)

„Ein jeder für sich und Gott für uns alle...“

Lemgo (ti). Freitag wurde die frisch restaurierte Hertie-Fassade enthüllt. Aufwändig restauriert erstrahlt der Torhausgiebel auf der Mittelstraße 24 jetzt in prächtigem Glanz. Im Herbst letzten Jahres hatten die fachmännischen Wiederherstellungarbeiten durch die Firma Kramp & Kramp, Lemgo-Lieme, begonnen, die bis Donnerstag angedauert hatten.

In den 70er und 80er Jahren wurden die damals bereits festgestellten Schäden mit Epoxydharz aufgepolstert - nach den damaligen Kenntnissen eine durchaus gängige Vorgehensweise. Doch in den folgenden Jahren war Wasser dahinter gelangt und hatte Fäulnisprozesse in Gang gesetzt, die zu einer erheblichen Schädigung geführt hatten.

Während der fachmännischen Restaurierung wurden jetzt die Schäden mit Holz saniert. Auch die Inschriften sind wieder leserlich: „Ein jeder für sich und Gott für uns alle, wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein. Im jahre des Herrn 1593“ (Übersetzung) ist auf der unteren Schwelle zu lesen. Die Stadt Lemgo, vertreten durch Bürgermeister Dr. Reiner Austermann und Almut Schmersahl (Leiterin der Planungsteams) waren in ihrer Rede voll des Lobes und dankes für Markus Henkel. Leiter der Lemgoer Hertie-Filiale. Bescheiden verwies der Filialleiter auf die von den Handwerkern geleistete Restaurierung. Auch der Verein Alt Lemgo hatte bei dieser aufwändigen Restaurierung mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Insgesamt fand das jetzt enthüllte Ergebnis höchste Anerkennung auch bei der Lemgoer Bevölkerung. Abschließend lud Markus Henkel zu einem erlichen Gläschen Sekt.