Kramp saniert 300 Fenster im Hessischen Landesmuseum Darmstadt

(Quelle: LZ 15.01.2010)

Lemgo-Lieme. Die Hessen sanieren eines ihrer bedeutendsten Museen von Grund auf: das Landesmuseum Darmstadt. Dabei bedienen sie sich auch lippischen Sachverstands. Die Liemer Firma G. Kramp GmbH & Co. KG wird die rund 300 Fenster des Museums sanieren – der größte Auftrag seit der Firmengründung.

„Die Kramp-Gruppe wirkte in ihrer 46-jährigen Geschichte an der Restaurierung zahlreicher bedeutender Bauten mit. Allein in jüngster Zeit gehörten das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel oder das Kloster Dalheim dazu. Doch mit einem Auftragsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro ist das Landesmuseum Darmstadt die bislang größte Herausforderung für Geschäftsführer Guido Kramp und sein Tischler- und Restauratorenteam“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Lemgoer Betrieb habe sich 2009 in einem offenen Bieterverfahren durchsetzen können und in diesen Tagen die Arbeiten in Darmstadt aufgenommen.

Die historischen Fenster des Museums sind denkmalgerecht mit Einfachverglasung ausgestattet. Die Bestandfenster gilt es mit Einbruch- und Wärmeschutz zu versehen. Auch gemessen an den Objekten selbst eine „große“ Aufgabe: Einige Fenster bringen es auf eine Breite von 3,5 und eine Höhe von 5,5 Metern. Die großen Flügel werden von Kramp-Mitarbeitern nach Lieme transportiert und dort restauriert. Alle anderen Arbeiten laufen vor Ort in Darmstadt.

Das hessische Landesmuseum Darmstadt besteht aus dem siebengeschossigen „Alfred-Messel-Bau“ sowie einem Erweiterungstrakt aus den 80er-Jahren. Das Hauptgebäude mit seinen historischen Fenstern stammt aus dem Jahr 1906. „Das Haus vereinigt als ,Universalmuseum‘ bedeutende natur- und kunstgeschichtliche Exponate unter einem Dach“, heißt es weiter. Dazu gehören unter anderem der weltweit größte Werkkomplex von Joseph Beuys, frühe deutsche Holzschnitte, unter anderem von Dürer, sowie eine bedeutsame Fossiliensammlung. Das Museum ging aus den umfangreichen Sammlungen der hessischen Landgrafen des 18. Jahrhunderts hervor.