Kramp & Kramp in neue Werkshalle umgezogen

(Quelle: Wochenschau 15.07.2010)

Von Benjamin Möller

Lemgo-Lieme (bem). Den 21. Oktober des letzten Jahres werden die Mitarbeiter und die Geschäftsführung der Großtischlerei Kramp & Kramp wohl nie vergessen. Bis auf die Grundmauern brannten die Produktionshallen in Lieme damals nieder. Guido Kramp handelte schnell, mietete noch am nächsten Tag eine Werkshalle in Brake an und leitete umgehend den Wiederaufbau des Werkes in Lieme ein. Seit Montag wird nun wieder in Liemer Werkstraße gearbeitet, die Firma Kramp & Kramp präsentiert sich im neuen Glanze.

Nicht viel Zeit hatte Guido Kramp im Oktober des Jahres 2009 um einen neue Produktionsstätte für die Großtischlerei "Kramp & Kramp" zu finden. In Brake wurde er fündig, durch eine Investition von rund 150.000,- Euro konnte die Produktion in der dort angemieteten Halle weitergeführt werden. Der Standort Brake sollte nur als Übergangslösung herhalten, man entschloss sich die Firmengebäude in Lieme von Grund auf neu aufzubauen. Schnell waren die Abrissanträge eingeholt und ein Teil des Nachbargrundstücks zur Erweiterung hinzugekauft. Bei der Planung des Bauvorhabens setzte man sich mit den Verantwortlichen der Stadt Lemgo an einen Tisch, so lagen zwischen Einreichen des Bauantrags und Baugenehmigung nur wenige Tage.

Im Februar des Jahres 2010 folgte die Grundsteinlegung für die erste Halle, das Richtfest fand nur einen guten Monat später statt. Inzwischen sind die Fertigungshallen und die Ausstellungsräume fertiggestellt und in Lieme wird wieder kräftig gehobelt und gesägt. Insgesamt wurde durch den brandbedingten Wiederaufbau so die Produktionsfläche von 700 auf 1000 Quadratmeter erhöht. Die Ausstellungsfläche wurde auf 500 Quadratmeter erhöht, auch für die Verwaltung steht ein wenig mehr Platz zur Verfügung. Die gesamte Grundstück umfasst nun eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern. Auch aus energietechnischer Sicht bringen die neuen Gebäude Vorteile mit sich. Die Hallen mit Holzwänden ("Zwischen Metallwänden würden wir Tischler Krätze bekommen" - O-Ton Guido Kramp) werden beispielsweise mit Sägespänen der Holzabfälle und Holzpellets beheizt.

Zusammenfassend stellt Gudio Kramp fest, dass sowohl die Produktivität erhöht werden konnte, als auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gesichert werden konnten. A propos Mitarbeiter, denen gebührt Guido Kramps große Dankbarkeit: "Wir haben hier alle an einem Strang gezogen. Unsere Mitarbeiter haben in den letzten Monaten wirklich unglaublich reingehauen. Da waren 50-Stunden Wochen schon eher die Regel als die Ausnahme." Dafür möchte sich der Chef bald erkenntlich zeigen und im Herbst eine große Einweihungsparty mit allen Mitarbeitern, Kunden und Freunden der Firma feiern. Der genaue Termin wird noch rechtzeitig bekannt gegeben.