Interessante handwerkliche Vorführungen

(Quelle: LZ vom 24.05.97)

Lemgo-Lieme. Für Kenner und Sammler ist das Antiquitätenhaus
"Kramp" seit Jahren eine gute Adresse. Mit einer umfassenden Auswahl an ausgewählten Exponaten aus verschiedenen Epochen präsentiert das Familienunternehmen in Lemgo-Lieme und Bielefeld eine der größten, schönsten und vielseitigsten Antiquitätenausstellungen in Ostwestfahlen Lippe. Um auch einmal das weitgefächerte Arbeitsfeld des Liemer Betriebs vorzustellen, lädt Familie Kramp anläßlich des 20Jährigen Firmenbestehens heute und morgen zum "Tag der offene Tür" ein. Jeweils von 11 bis 18 Uhr können Kunden sowie Interessierte handwerkliche Vorführungen vor Ort miterleben. Angefangen bei Stuhlflechtungen und Innenausbau, Bildhauer und Drechslerarbeiten, über Fenster und Türrestaurationen, Funierarbeiten bis hin zum Abbeizen, Wachsen, Polieren, Maserieren und Vergolden von Oberflächen wird das gesamte Leistungsspektrum jeder Werkstatt-Abteilung ausführlich gezeigt. In Zusammenarbeit mit der Firma "Baubetrieb Andreas Kramp GmbH & Co KG" werden zu Dämm- und Abdichtungssysteme präsentiert sowie Wissenswertes über Lehm- und Mauerwerksbau vermittelt. Damit die ganze Familie auf ihre Kosten kommt, wurde ein spezielles Unterhaltungsprogramm für Kinder organisiert. Für das Leibliche wohl ist natürlich auch bestens gesorgt. Gegründet wurde der Familienbetrieb Anfang Januar 1976 von Georg Kramp. Damals beschränkte sich das Geschäft auf den An- und Verkauf von Antiquitäten sowie deren Restaurierung ausschließlich für überregionale Antiquitätenhanedler. Im Laufe der Zeit ist aber zusätzlich ein privater Kundenstamm aufgebaut worden, der inzwischen bis ins Ausland reicht.

Weiteres Arbeitsfeld

Vor gut sieben Jahren übernahm Guido Kramp das Geschäft seiner Eltern und gründete die "Kramp GmbH". Um Kundenwünsche noch stärker erücksichtigen zu können und den Restaurierungsbereich zu verstärken, erweiterte er die Mitarbeiterzahl von sechs auf zwölf Spezialisten. Wegen des immer größer werdenden Angebots an Möbeln wurde dem Betrieb 1991 eine Mehrzweck-halle angegliedert, in der neben einem Lager auch die Abbeizerei ausreichend Platz fand. Durch die Eröffnung der neuen Verkaufsaustellung in Bielefeld, Eckendorfer Straße 105, im September 1994 konnte die Angebotsfläche auf insgesamt 2500 Quadratmeter erweitert werden.

Im Laufe der 20jährigen Firmengeschichte hat die Baudenkmal pflege immer mehr an Bedeutung gewonnen. "Durch steigende Anfragen und Aufträge haben wir uns zunehmend auf diesen Bereich spezialisiert und Fach-kenntnisse erworben", erläutert Guido Kramp die Entwicklung. Im November vergangenen Jahres schloß der 28jährige einen 20monatigen, berufs-begleitenden Studiengang im Europäischen Zentrum Schloß Raesfeld als geprüfter Restaurator im Tischler Handwerk ab.

Im Zuge kontinuierlicher Weiterentwicklung hat die "Kramp GmbH" für kommenden Herbst den Bau einer Klimakammer zur biologischen Schädlingsbekämpfung geplant. Sie ermöglicht es, beispielsweise Holz, Möbel, Fenster, Türen schonend und umweltfreundlich von Schädlingsbefall zu befreien und gleichzeitig Feuchtigkeitsrückstände aus dem Material zu entfernen.

(Text/Fotos: Markwitz)