Fenster für Nofretete

(Quelle: Lippe aktuell vom 20. Dezember 2006)

 

Lemgoer arbeitet auf der Museumsinsel

 

Lemgo/Berlin (al/da). Auf der Museumsinsel in Berlin entsteht das wohl bedeutendste deutsche Museumsensemble neu. Mit dabei ist ein Lemgoer Restaurationsbetrieb. Guido Kramp und seine Mitarbeiter sind für die Restauration der 150 Jahre alten Fenster im Neuen Museum zuständig - auch in dem Saal, wo 2009 die weltberühmte Büste der Nofretete ein neues Zuhause finden wird. Das Auftragsvolumen beträgt 1,15 Millionen Euro.

Um an den Auftrag zu kommen, haben sich die Spezialisten mit einem Görlitzer Unternehmen zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen und sich dann bei einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Der Auftrag läuft bis Ende Januar 2008.

Die Fenster sind etwa 150 Jahre alt, bis zu 17 Quadratmeter groß und zum Teil mehr als eine Tonne schwer. Die Lemgoer demontieren die Fenster in Berlin, restaurieren sie in Lippe und setzen sie schließlich in der Bundeshauptstadt wieder ein. Dabei soll so viel historische Substanz wie möglich erhalten bleiben - von der Beschlagtechnik bis zum Holz. Gleichzeitig müssen jedoch die Rahmen verstärkt und die Scheiben mit Verbundsicherheitsglas sowie elektronischer Alarmtechnik ausgestattet werden. Vor der erneuten Montage überprüft ein Fachinstitut die Muster der restaurierten Fenster.