Ein Fenster für Nofretete

(Quelle: Lippische Neueste Nachrichten vom 30. Dezember 2006)

 

Kramp an Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin beteiligt

 

Lemgo-Lieme. Auf der Museumsinsel in Berlin entsteht das wohl bedeutendste deutsche Museumsensemble neu. Daran beteiligt sind die Lemgoer Spezialisten für Altbausanierung der Firma G. Kramp GmbH & Co. KG.

Sie sind zuständig für die Restaurierung der historischen Fenster des Neuen Museums. Das Auftragsvolumen beträgt 1,15 Millionen Euro. Für Guido Kramp, Geschäftsführer und Restaurator im Tischlerhandwerk, ist das alles andere als ein normaler Auftrag. „Wir wirken mit auf der größten Kulturbaustelle Deutschlands. Auf der Museumsinsel werden künftig 6000 Jahre Menschheitsgeschichte dokumentiert. Das ist schon etwas Besonderes, zumal das Neue Museum wieder zur Heimat der weltberühmten Nofretete-Büste wird.“ Die Firma Kramp hatte sich mit einem Görlitzer Unternehmen zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen und sich dann bei einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Der Auftrag läuft bis Anfang 2008 und stellt besondere Herausforderungen an die Restauratoren.

Die Fenster sind etwas 150 Jahre alt, sind bis zu 17 Quadratmeter groß und zum Teil mehr als eine Tonne schwer. Aufgabe des Lemgoer Unternehmens ist es nun, die alten Fenster in Berlin zu demontieren, in Lippe zu restaurieren und schließlich in Berlin wieder einzusetzen. Dabei soll so viel historische Substanz wie möglich erhalten bleiben.